Das Wichtigste in Kürze
- Jeder Preis hat zwei Achsen. Die Einheit (Bett, Zimmer, Wohnung) und den Zeitraum (Nacht, Abrechnungstag, Woche, Monat). „25 €“ ohne beides ist kein Preis, sondern eine Rückfrage.
- Der Bettpreis täuscht. Ein Monteur zu 50 € bringt dir weniger als vier zu je 25 €. Disponenten rechnen pro Bett, du rechnest immer auch pro Wohnung, denn die Miete zahlst du für die ganze Wohnung.
- Einzelbelegung braucht eine Regel. Mindestbelegung, Grundpreis je Wohnung oder Zuschlag. Sonst deckt ein einzelner Bettpreis deine Fixkosten nicht.
- Lange Buchungen brauchen Regeln für Resttage und Verlängerung. Wochenpreis plus fester Satz für jede weitere Nacht erspart dir die Nachverhandlung.
- Vergleichbar ist nur der Gesamtpreis. Personen × Nächte × Preis plus Endreinigung und Pflichtkosten. Das gilt für dein Angebot und für jeden Preisvergleich einer Firma.

Was muss jeder Preis für eine Monteurwohnung angeben?
Jeder Preis für eine Monteurwohnung braucht eine Einheit (Bett, Zimmer oder Wohnung) und einen Zeitraum (Nacht, Woche oder Monat). Ein Disponent ruft an: zwölf Leute, ab Montag, was kostet das? Du sagst „25 Euro“. Er hört 25 € pro Person und Nacht, netto. Du meinst vielleicht 25 € pro Bett bei voller Belegung, brutto. Zwei Wochen später gibt es Streit über die Rechnung.
Hinter jedem Preis stecken also zwei Entscheidungen.
Die Einheit: Gilt der Betrag für einen Schlafplatz, ein Zimmer oder die ganze Wohnung? Und für wie viele Personen höchstens?
Der Zeitraum: Eine Nacht ist eindeutig, von der Anreise bis zur Abreise am nächsten Morgen. Ein „Tag“ ist es nicht. Wer eine Tagespauschale anbietet, muss festlegen, ob An- und Abreisetag zählen. Wochen- und Monatspreise brauchen eine Regel für die Tage, die keine volle Woche oder keinen vollen Monat ergeben.
Dazu kommen die Bedingungen: Mindestbelegung, Mindestaufenthalt, was im Preis steckt. Gegenüber Verbrauchern verlangt die Preisangabenverordnung ohnehin, dass du neben dem Gesamtpreis die Leistungseinheit nennst, auf die er sich bezieht, wenn das der Verkehrsauffassung entspricht (§ 3 Abs. 2 PAngV). Bei Firmen gilt die Verordnung nicht in gleicher Weise. Die Logik ist dieselbe: Ohne Einheit und Zeitraum kann niemand vergleichen.
Welche Abrechnungsmodelle gibt es?
Für Monteurwohnungen gibt es sechs gängige Abrechnungsmodelle: Bettpreis, Zimmerpreis, Wohnungspreis, Grundpreis mit Zuschlag, Tagespauschale sowie Wochen- und Monatspreis.
| Modell | Passt für | Risiko für dich | Was du festlegen musst |
|---|---|---|---|
| Preis pro Person und Nacht (Bettpreis) | wechselnde Teamgrößen, Einzelmonteure, Zimmervermietung | Einzelbelegung einer großen Wohnung deckt die Kosten nicht | Mindestbelegung oder Zuschlag bei Einzelbelegung, Höchstbelegung je Zimmer |
| Preis pro Zimmer und Nacht | Häuser und Wohnungen mit abschließbaren Einzelzimmern | Doppelbelegung eines Zimmers ohne Aufpreis | maximale Personen je Zimmer |
| Preis pro Wohnung und Nacht | feste Teams, die die Einheit allein nutzen | wenig, solange die Höchstbelegung steht | Höchstbelegung, was bei Überbelegung gilt |
| Grundpreis plus Zuschlag je Person | Teams, die mal zu zweit, mal zu fünft kommen | gering, wenn der Grundpreis die Fixkosten trägt | ab welcher Person der Zuschlag greift |
| Tagespauschale | individuelle Firmenvereinbarungen | Streit über An- und Abreisetag | Definition des Abrechnungstags |
| Wochen- und Monatspreis | Projekte ab etwa drei Wochen | Rabatt größer als die echte Ersparnis | Mindestdauer, Resttage, Verlängerung, vorzeitige Abreise |
Die Modelle lassen sich kombinieren. Viele Vermieter arbeiten mit einem Bettpreis im Inserat und einem Wohnungs- oder Wochenpreis im Angebot für Firmen. Das geht gut, solange auf einen Blick klar ist, wann welcher Preis gilt.
Preis pro Bett: Warum täuscht er bei der Monteurwohnung?
Der Preis pro Bett täuscht, weil deine Kosten für die ganze Wohnung anfallen: Ein Monteur zu 50 € bringt weniger als vier zu je 25 €. Der Bettpreis ist trotzdem die Sprache der Disponenten. Am Telefon fragen sie fast immer nach dem Preis pro Person und Nacht. Und die Budgets, die sie nennen, beziehen sich meist darauf, auch wenn sie es selten dazusagen.
Für dich ist der Bettpreis allein die falsche Kennzahl. Im Monteur-Podcast, Folge 09, rechnet Markus Wanning es mit einer Vier-Bett-Wohnung vor:
- Variante 1: Ein Monteur zahlt 50 € pro Nacht und hat die Wohnung für sich. Der Bettpreis ist hoch, die Wohnung bringt 50 €.
- Variante 2: Vier Monteure zahlen je 25 €. Der Bettpreis ist halb so hoch, die Wohnung bringt 100 €.
Deine Miete, Strom, Heizung und Internet laufen für die ganze Wohnung. Ob ein Bett belegt ist oder leer, ändert daran wenig. In der Beispielwohnung aus Folge 03 liegen die Fixkosten bei 1.375 € im Monat, also rund 46 € pro Tag. Variante 1 deckt das gerade so, für Reinigung, Rücklagen und Gewinn bleibt nichts.
Wie stark Bett- und Wohnungspreis auseinanderlaufen, zeigen unsere eigenen Buchungen:
| Belegte Betten je Buchung | Einnahme pro Wohnung und Nacht (netto) | Preis pro Bett und Nacht (netto) |
|---|---|---|
| 1 Bett | 26 bis 50 €, Median 35 € | 26 bis 50 €, Median 35 € |
| 2 bis 3 Betten | 30 bis 123 €, Median 90 € | 15 bis 55 €, Median rund 39 € |
| 4 bis 8 Betten | 92 bis 156 €, Median 120 € | 15 bis 37 €, Median 25 € |
Eigene Auswertung KWATERA24, Stand 18.10.2026: 28 bestätigte und laufende Buchungen mit Anreise 06.09.–22.10.2026, Übernachtung netto nach Rabatt, ohne Endreinigung, gerundet.
Größere Teams zahlen pro Kopf weniger und bringen pro Wohnung mehr. Bei Einzelbelegung ist es umgekehrt. Deshalb steht in vielen Angeboten ein Satz wie „25 € pro Person und Nacht, bei Einzelbelegung 50 €“. So hat unser Team im Oktober eine Zwei-Bett-Wohnung angeboten.
Für Disponenten: Ein niedriger Bettpreis gilt oft nur bei voller Belegung. Frag nach, was die Nacht kostet, wenn du weniger Leute schickst, und rechne den Gesamtpreis für deine echte Teamgröße.
Preis pro Wohnung und Staffelpreis
Der Preis pro Wohnung deckt deine Fixkosten unabhängig von der Belegung, der Staffelpreis verbindet ihn mit einem Zuschlag je Person. Der Wohnungspreis dreht die Logik also um. Die Firma zahlt einen festen Betrag pro Nacht für die ganze Einheit, egal ob drei oder vier Leute dort schlafen. Für dich ist das planbar: Die Fixkosten sind gedeckt, auch wenn ein Monteur krank zu Hause bleibt. Für die Firma ist es einfach, solange das Team die Wohnung füllt.
Zwei Punkte gehören zwingend dazu:
- Höchstbelegung nennen. „105 € pro Nacht für die ganze Wohnung, bis 4 Personen“. Ohne die Grenze schickt dir die Firma irgendwann sechs Leute für vier Betten.
- Was bei Unterbelegung passiert. Beim reinen Wohnungspreis nichts, das ist ja der Sinn. Schreib es trotzdem hin, damit die Firma nicht nachträglich um Abzug bittet.
Den Mittelweg bildet der Staffelpreis: ein Grundpreis für die Wohnung bis zu einer bestimmten Personenzahl, dazu ein Zuschlag für jede weitere Person. Zum Beispiel 70 € pro Nacht bis zwei Personen, 20 € für jede weitere. Der Grundpreis sichert dich gegen Einzelbelegung ab, der Zuschlag deckt Wäsche, Verbrauch und Abnutzung jeder zusätzlichen Person. Kleine Teamänderungen ändern den Preis kaum, und du musst nicht bei jedem Wechsel neu rechnen.
Für Disponenten: Bei festen Teams über mehrere Wochen ist der Wohnungspreis meist das günstigere und ruhigere Modell. Du zahlst nicht nach Köpfen und musst nicht jeden Personalwechsel melden, nur die Höchstbelegung einhalten.
Tagespauschale, Wochen- und Monatspreis
Tagespauschale, Wochen- und Monatspreis brauchen klare Regeln: Was ist ein Abrechnungstag, und wie zählen Resttage, Verlängerung und vorzeitige Abreise?
Tagespauschale
„Tagespreis 120 €“ klingt eindeutig, ist es aber nicht. Anreise Montag 17 Uhr, Abreise Freitag 10 Uhr: Das sind vier Nächte, aber fünf Kalendertage. Bei einer Pauschale von 105 € liegen zwischen beiden Lesarten 105 €. Wer eine Tagespauschale anbietet, schreibt ins Angebot, was ein Abrechnungstag ist. Am einfachsten: „je Übernachtung“. Dann ist die Tagespauschale ein Nachtpreis mit anderem Namen, und genau so solltest du sie behandeln.
Wochenpreis
Ein Wochenpreis gibt der Firma einen festen Betrag für sieben Nächte. Üblich ist, dass er unter sieben Einzelnächten liegt, etwa „sechs Nächte zahlen, sieben wohnen“. Wichtiger als die Höhe ist die Regel für alles, was über volle Wochen hinausgeht:
- Resttage: Für jede Nacht außerhalb einer vollen Woche gilt ein fester Satz, meist der normale Nachtpreis.
- Verlängerung: Wird die Buchung verlängert, gilt der Wochenpreis weiter, solange wieder volle Wochen entstehen.
- Vorzeitige Abreise: Festhalten, ob die angebrochene Woche voll oder nach Nächten abgerechnet wird.
Monatspreis
Bei Projekten über mehrere Wochen bucht eine Firma oft „bis auf Weiteres“. Ein Monatspreis schafft Planungssicherheit, für dich und für die Buchhaltung der Firma. Lege fest, auf wie viele Nächte er sich bezieht (30 oder Kalendermonat) und wie angebrochene Monate abgerechnet werden, zum Beispiel anteilig mit einem Dreißigstel je Nacht.
Den Rabatt für lange Buchungen begrenzt deine eigene Rechnung: Er darf nicht größer sein als das, was du durch weniger Wechsel, weniger Endreinigungen und weniger leere Nächte sparst. Strom, Heizung, Wasser und Verschleiß laufen auch bei der Monatsbuchung weiter, bei Langzeitgästen eher mehr. Wie du die Untergrenze rechnest, steht im Artikel Monteurzimmer-Preis kalkulieren.
Rechenbeispiel: ein Team, drei Modelle
Im Rechenbeispiel liegen Bett-, Wohnungs- und Staffelpreis bei voller Belegung nah beieinander, bei einem einzelnen Monteur weit auseinander. Angenommen ist eine Wohnung mit vier Einzelbetten, Buchung über zehn Nächte, Endreinigung 100 € netto. Drei Preismodelle, die bei voller Belegung ähnlich viel bringen:
- A – Bettpreis: 28 € pro Person und Nacht
- B – Wohnungspreis: 105 € pro Nacht, bis 4 Personen
- C – Staffelpreis: 70 € pro Nacht bis 2 Personen, 20 € je weitere Person
Gesamtpreis der Buchung netto, in Klammern der Preis pro Person und Nacht inklusive Reinigung:
| Belegung | A: Bettpreis | B: Wohnungspreis | C: Staffelpreis |
|---|---|---|---|
| 1 Person | 380 € (38,00 €) | 1.150 € (115,00 €) | 800 € (80,00 €) |
| 2 Personen | 660 € (33,00 €) | 1.150 € (57,50 €) | 800 € (40,00 €) |
| 3 Personen | 940 € (31,33 €) | 1.150 € (38,33 €) | 1.000 € (33,33 €) |
| 4 Personen | 1.220 € (30,50 €) | 1.150 € (28,75 €) | 1.200 € (30,00 €) |
Beispielwerte, keine Preisempfehlung. Ohne Umsatzsteuer.
Was die Tabelle zeigt:
- Bei voller Belegung liegen alle drei Modelle nah beieinander. Der Unterschied entsteht erst, wenn weniger Leute kommen.
- Modell A ist bei Einzelbelegung ein Verlustgeschäft. 280 € Übernachtung für zehn Tage, die Wohnung kostet dich in dieser Zeit rund 460 € Fixkosten. Ohne Mindestbelegung oder Zuschlag zahlst du drauf.
- Modell B schützt dich, schreckt aber kleine Teams ab. Wer zu zweit kommt, zahlt pro Kopf fast doppelt so viel wie beim Bettpreis und sucht weiter.
- Modell C ist der Kompromiss. Die Fixkosten sind ab der ersten Person gedeckt, und für ein kleines Team bleibt der Preis vermittelbar.
Für das Angebot heißt das: Rechne jede realistische Belegungsstufe einmal durch, bevor du ein Modell festlegst. Wenn dich ein Modell bei einer häufigen Belegung unter deine Kosten drückt, ist es das falsche.
Wie rechnest du ab, wenn sich das Team ändert?

Ändert sich das Team, rechnest du nach der Regel ab, die im Angebot steht; beim Wohnungspreis ändert sich nichts. Monteurbuchungen ändern sich ständig. Ein Monteur reist nach sechs Nächten ab, zwei neue kommen, das Projekt verlängert sich um eine Woche. Das Abrechnungsmodell entscheidet, ob du dann neu verhandeln musst.
Beispiel: Wohnung mit vier Einzelbetten, 28 € pro Person, 105 € pro Wohnung oder 70 € plus 20 € Zuschlag, Endreinigung 100 €. Vier Personen für sechs Nächte, danach zwei Personen für vier Nächte.
| Modell | Rechnung | Gesamt netto |
|---|---|---|
| A – Bettpreis | 4 × 28 € × 6 + 2 × 28 € × 4 + 100 € | 996 € |
| B – Wohnungspreis | 105 € × 10 + 100 € | 1.150 € |
| C – Staffelpreis | 110 € × 6 + 70 € × 4 + 100 € | 1.040 € |
Beim Wohnungspreis ändert sich nichts. Beim Bett- und Staffelpreis braucht es eine vereinbarte Regel: Ab welcher Nacht zählt eine Person nicht mehr? Reicht eine Nachricht am Abreisetag, oder muss die Abreise vorher angekündigt sein?
Ohne Regel wird es schwierig. Für Mietverhältnisse gilt: Wer die Unterkunft aus eigenen Gründen nicht nutzt, muss grundsätzlich weiterzahlen, der Vermieter muss sich aber ersparte Aufwendungen anrechnen lassen (§ 537 Abs. 1 BGB). Wie weit das auf Beherbergungsverträge mit Firmen passt und was du dazu vereinbaren kannst, steht im Artikel Stornierung, No-Show und Anzahlung. Die einfachste Lösung ist eine klare Klausel im Angebot.
Drei Sätze, die im Angebot Streit verhindern:
- „Reist eine Person vorzeitig ab, wird sie ab der Nacht nach Eingang der Abmeldung nicht mehr berechnet.“
- „Zusätzliche Personen bis zur Höchstbelegung berechnen wir ab der ersten Nacht mit X €.“
- „Bei Verlängerung gilt der vereinbarte Preis weiter, Resttage berechnen wir mit X € pro Nacht.“
Belegungswechsel und Verlängerung bestätigst du schriftlich. Dafür reicht eine kurze Mail mit Zeitraum, Personen und Preis. Und du führst einen Personenpreis nicht ohne Absprache als Wohnungspreis weiter, auch nicht umgekehrt.
Der Gesamtpreis im Angebot
Der Gesamtpreis im Angebot ist Personen mal Nächte mal Preis plus Endreinigung und Pflichtkosten, egal welches Abrechnungsmodell du nutzt. Die Firma vergleicht am Ende genau diese Zahl. Ein Disponent, der drei Angebote nebeneinanderlegt, rechnet Personen mal Nächte mal Preis plus alles, was zusätzlich anfällt. Wer das im Angebot schon ausrechnet, erspart ihm Arbeit und sich selbst die Rückfrage.
Endreinigung. Eine feste Reinigungspauschale wiegt bei kurzen Aufenthalten schwer. Erfahrungswert von KWATERA24, Stand Oktober 2026: In den eigenen Buchungen lag sie umgerechnet zwischen knapp 2 € pro Nacht (vier Wochen Aufenthalt) und über 30 € pro Nacht (drei Nächte). Nenn sie im Angebot als eigene Position und rechne sie in den Gesamtbetrag ein. Gegenüber Verbrauchern muss eine Pflicht-Endreinigung ohnehin im Gesamtpreis stecken (§ 3 Abs. 1 PAngV). Wie Inserate und Preisangaben aussehen müssen, erklärt der Artikel Preisangabenverordnung für Monteurzimmer.
Nebenkosten. Strom, Wasser, Heizung und WLAN sind bei Monteurwohnungen fast immer im Preis. Schreib es dazu. Disponenten fragen inzwischen ausdrücklich danach, auch nach Bettwäsche, Handtüchern und Kurtaxe.
Netto oder brutto. Firmen rechnen netto. Schreib „netto zzgl. 7 % USt“ hinter jeden Betrag, wenn du umsatzsteuerpflichtig bist. Die Übernachtung kostet 7 % (§ 12 Abs. 2 Nr. 11 UStG). Das Abrechnungsmodell ändert daran nichts: Ob du pro Bett oder pro Wohnung abrechnest, ist steuerlich gleich. Wie die Rechnung danach aussehen muss, steht im Artikel Rechnung für Monteurzimmer.
Eine Logik von vorn bis hinten. Inserat, Angebot, Buchungsbestätigung und Rechnung nutzen dieselbe Einheit und denselben Zeitraum. Steht im Angebot ein Wohnungspreis und auf der Rechnung ein Bettpreis, prüft die Buchhaltung der Firma zu Recht nach.
Ein einfacher Test: Gib dein Angebot jemandem, der dein Geschäft nicht kennt. Kann er den Gesamtpreis für drei Personen und zwei Wochen ohne Rückfrage ausrechnen? Dann ist es klar genug.
Checkliste vor dem Angebot
- Einheit festgelegt: Person, Zimmer oder Wohnung
- Zeitraum festgelegt: Nacht, Woche oder Monat; bei Tagespauschale den Abrechnungstag definiert
- Mindest- und Höchstbelegung genannt
- Regel für Einzelbelegung (Mindestbelegung, Grundpreis oder Zuschlag)
- Jede realistische Belegungsstufe gegen deine Kosten gerechnet
- Langzeitrabatt nicht größer als die echte Ersparnis
- Regel für Resttage, Verlängerung und vorzeitige Abreise
- Regel für Zusatzpersonen und Personalwechsel
- Endreinigung und Pflichtkosten als Position und im Gesamtbetrag
- Inklusivleistungen genannt: Nebenkosten, WLAN, Bettwäsche, Parkplatz
- Netto oder brutto bei jedem Betrag
- Gesamtpreis für die angefragte Belegung ausgerechnet
Dazu im Podcast: Folge 09 – Das Monteur-ABC. Markus erklärt in fünf Minuten die Begriffe, die schon im ersten Anruf fallen: Auslastung, ADR, RevPAR, netto und brutto. Und er rechnet vor, warum ein Monteur zu 50 € weniger bringt als vier zu je 25 €.
Fazit
Ein gutes Abrechnungsmodell passt zu deinen typischen Buchungen und hält dich bei jeder realistischen Belegung über deinen Kosten. Der Bettpreis ist die Sprache der Disponenten, der Wohnungspreis deine Rechengrundlage, und der Staffelpreis verbindet beides. Für lange Projekte brauchst du feste Regeln zu Resttagen, Verlängerung und vorzeitiger Abreise. Am Ende zählt, dass Firma und Vermieter denselben Gesamtpreis vor Augen haben, bevor das Team anreist.
Wie du überhaupt in die Vermietung startest, steht im Leitfaden Monteurzimmer vermieten.
Häufige Fragen
Soll ich pro Person oder pro Wohnung abrechnen?
Wechselt die Teamgröße oft oder vermietest du einzelne Zimmer, ist der Preis pro Person einfacher. Bei festen Teams, die eine Wohnung allein nutzen, passt der Wohnungspreis besser. Viele Vermieter kombinieren beides: Grundpreis für die Wohnung plus Zuschlag ab einer bestimmten Personenzahl.
Was verlange ich, wenn nur ein Monteur in einer Vier-Bett-Wohnung schläft?
Mehr als einen Bettpreis. Üblich ist ein Zuschlag bei Einzelbelegung, eine Mindestbelegung von zwei Personen oder ein Grundpreis für die Wohnung. In unseren Buchungen brachte Einzelbelegung im Median 35 € pro Nacht, volle Wohnungen ab vier Betten rund 120 €.
Was ist der Unterschied zwischen Tagespreis und Übernachtungspreis?
Ein Übernachtungspreis deckt genau eine Nacht ab, von Anreise bis Abreise am nächsten Morgen. Ein Tagespreis gilt für einen Abrechnungstag, und den musst du definieren. Sonst ist offen, ob der Abreisetag mitzählt. Am sichersten rechnest du nach Nächten ab.
Wie viel Rabatt gebe ich für Wochen- und Monatsbuchungen?
Nur so viel, wie du durch weniger Wechsel, Endreinigungen und Leerstand sparst. Die laufenden Kosten der Wohnung bleiben. Die Rabatte in unseren Buchungen lagen zwischen 10 und 25 %, mehr dazu im Artikel Monteurzimmer-Preis kalkulieren.
Wie rechne ich ab, wenn ein Monteur früher abreist?
So, wie es im Angebot steht. Beim Wohnungspreis ändert sich nichts. Beim Bettpreis brauchst du eine Regel, ab wann die Person nicht mehr berechnet wird, etwa ab der Nacht nach der Abmeldung. Fehlt die Regel, wird es eine Verhandlung.
Wie vergleiche ich als Disponent Angebote mit unterschiedlichen Modellen?
Rechne für jedes Angebot den Gesamtpreis für deine echte Teamgröße und den ganzen Zeitraum aus, inklusive Endreinigung und netto. Teile ihn durch Personen und Nächte. Erst diese Zahl ist vergleichbar. Worauf du sonst achten solltest, steht im Leitfaden Unterkunft für Mitarbeiter organisieren.
Quellen
- § 3 PAngV – Pflicht zur Angabe des Gesamtpreises, Leistungseinheit: https://www.gesetze-im-internet.de/pangv_2022/__3.html
- § 13 PAngV – Gaststätten, Beherbergungsbetriebe: https://www.gesetze-im-internet.de/pangv_2022/__13.html
- § 537 BGB – Entrichtung der Miete bei persönlicher Verhinderung des Mieters: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__537.html
- § 12 UStG – Steuersätze: https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__12.html
- Eigene Auswertung KWATERA24, Stand 18.10.2026: 28 Buchungen mit Anreise 06.09.–22.10.2026 (Einnahme pro Wohnung und Nacht, Preis pro Bett und Nacht, Endreinigung je Nacht); anonymisiert und gerundet
- Rechenbeispiele: eigene Beispielwerte; Bettpreis-Beispiel und Fixkosten nach Folge 09 und Folge 03 des Monteur-Podcasts
Dieser Artikel ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Er gibt den allgemeinen Stand vom 18.10.2026 wieder. Für deinen Einzelfall wende dich an eine Anwältin, einen Anwalt oder deine Steuerberatung.
Stand: 18. Oktober 2026 · Nächste Prüfung: 18. April 2027

Markus Wanning ist seit 2020 in der Immobilienbranche, Gründer von KWATERA24 und Host von „Der Monteur-Podcast“. Er vermietet selbst an Monteure und Fachkräfte und spricht im Podcast jede Woche über das Geschäft.
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