Der Monteur-Podcast
Folge 03 · 8 Min

Die ehrliche RenditerechnungLohnt sich eine Monteurwohnung und wie rechne ich aus, was pro Bett und Monat übrig bleibt?

Eine Monteurwohnung lohnt sich, wenn der RevPAR, also Preis mal Auslastung, deutlich über den Kosten pro Bett und Nacht liegt. In der Beispielwohnung mit vier Betten im Frankfurter Süden kostet ein Bett rund 11,50 € pro Nacht, gedeckt sind die Kosten ab einem RevPAR von knapp 12 €. Bei 85 Prozent Auslastung bleiben gut 1.100 € im Monat, bei halber Auslastung rund 100 €.

Mit Markus WanningMonteur-Podcast.de · Vermietung an Fachkräfte und Monteure
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Kapitel

Das Wichtigste in Kürze

  1. Die Beispielwohnung kostet rund 1.375 € im Monat, bevor ein Gast eincheckt. Die eigene Arbeitszeit ist darin nicht enthalten.
  2. Entscheidend ist der RevPAR, also Preis mal Auslastung. Bei 25,70 € netto und 85 Prozent sind das knapp 22 € pro Bett und Nacht.
  3. Die Untergrenze liegt bei rund 11,50 € pro Bett und Nacht, dazu etwa 1 € für Wäsche und Verbrauch je belegtem Bett.
  4. Bei halber Auslastung bleiben rund 100 € im Monat, bei 85 Prozent gut 1.100 € im Monat. Wohnung, Miete und Preis sind dabei gleich.
  5. Ein hoher Preis bringt nichts, wenn die Betten leer bleiben. Lange Buchungen und Verlängerungen sind der Hebel.
  6. Plane eine Reserve ein. Drei Monate ohne Gast kosten bei dieser Wohnung gut 4.000 €.

Für Vermieter und Betreiber, die eine Wohnung anmieten und an Monteure weitervermieten wollen.

Was kostet eine Monteurwohnung im Monat?

Das Beispiel ist eine typische Vier-Bett-Wohnung im Frankfurter Süden: rund 60 Quadratmeter, zwei Zimmer, vier Einzelbetten, Küche, Bad, Waschmaschine, Balkon und ein eigener Stellplatz. Autobahn und S-Bahn sind ein paar Minuten entfernt.

Die Wohnung ist angemietet und wird an Monteure weitervermietet (Rent-to-Rent). Die Einnahmen müssen erst die eigene Miete decken, dann alle anderen Kosten. Diese Kosten laufen jeden Monat, egal ob jemand in der Wohnung schläft.

Posten€ pro MonatHerkunft
Kaltmiete850Mietvertrag
Nebenkosten-Abschlag an den Vermieter250Mietvertrag
Strom100Schätzung für vier Personen
Internet und Rundfunkbeitrag55Anschluss rund 48 € plus Drittelbeitrag 6,12 €
Versicherung, anteilig25eigener Ansatz
Rücklage für Verschleiß60eigener Ansatz
Inserate und Portale, anteilig35Portalkosten, auf die Betten umgelegt
Summe Fixkosten1.375Beispielwohnung

Vier Erwachsene verbrauchen mehr als eine normale Familie. Mit einer Nachzahlung bei den Nebenkosten solltest du rechnen. Die eigene Arbeitszeit steckt in den 1.375 € noch nicht drin.

Rent-to-Rent geht nicht ohne Eigenkapital. Du brauchst es für die Ausstattung: Betten, Matratzen, Schränke, Bettwäsche, Handtücher und Geschirr. Eine vorhandene Einbauküche spart viel Geld.

Was ist der RevPAR und wie rechne ich ihn aus?

Für die Einnahmen brauchst du zwei Zahlen. Die erste ist der durchschnittliche Preis pro verkaufter Bettnacht, in der Hotellerie ADR genannt. In der Beispielwohnung liegt der Listenpreis bei 25,70 € netto pro Bett. Wer gewerblich vermietet, schlägt 7 Prozent Umsatzsteuer auf. Die gehören dem Finanzamt. Mehr dazu in Folge 06: Rechnungsstellung mit Umsatzsteuer.

Die zweite Zahl ist die Auslastung: Wie viel Prozent der Betten sind im Schnitt belegt? Der Anspruch an die Beispielwohnung sind 85 Prozent. Beides multipliziert ergibt den RevPAR, den Umsatz pro verfügbarem Bett und Nacht.

FallPreis (ADR)AuslastungRevPAR
Teuer, halb leer30,00 €50 %15,00 €
Günstiger, voller25,00 €80 %20,00 €
Beispielwohnung (Anspruch)25,70 €85 %21,85 €

RevPAR = Preis pro Bett und Nacht (netto) × Auslastung = 25,70 € × 85 % ≈ 21,85 €

Preis und Auslastung kannst du deshalb nie getrennt betrachten. Der niedrigere Preis gewinnt, wenn er die Betten voll macht.

Ab wann lohnt sich eine Monteurwohnung?

Stell den RevPAR den Kosten pro Bett und Nacht gegenüber. In der Beispielwohnung sind das 1.375 € geteilt durch vier Betten und 30 Nächte, also rund 11,50 €. Dazu kommt etwa 1 € für Wäsche und Verbrauch, wenn das Bett belegt ist.

Liegt der RevPAR unter knapp 12 €, zahlst du drauf. Das entspricht hier rund 46 Prozent Auslastung. Alles darüber bleibt bei dir, vor Steuern und vor deiner eigenen Arbeitszeit.

AuslastungRevPARÜberschuss pro Monat
50 %12,85 €107 €
70 %17,99 €700 €
85 % (Anspruch)21,85 €1.144 €
90 %23,13 €1.293 €
Kosten gedeckt abca. 11,90 €rund 46 % Auslastung

Überschuss pro Monat = 4 Betten × 30 Nächte × (RevPAR − Auslastung × 1 € Wäsche) − 1.375 € Fixkosten

Wohnung, Miete und Preis bleiben gleich. Nur die Auslastung ändert sich. Jeder Prozentpunkt ist in diesem Beispiel rund 30 € im Monat wert. Bei 85 Prozent sind es knapp 14.000 € im Jahr.

Markus' Maßstab ist deshalb eine stabile Auslastung über 75 bis 80 Prozent. Erst dann lohnt sich der Aufwand.

Plane eine Reserve ein. Endet in deiner Region eine Großbaustelle und die Anfragen bleiben aus, laufen die Kosten weiter. Drei Monate ohne Gast kosten bei dieser Wohnung gut 4.000 €. Was du vor der ersten Anmietung rechtlich klären musst, steht in Folge 04: Gewerbe oder privat?.

Sind 85 Prozent Auslastung bei Monteurwohnungen realistisch?

Zum Vergleich: Die Hotels in Hessen waren 2025 laut Hessischem Statistischem Landesamt im Schnitt zu 40,8 Prozent ihrer Betten belegt. Über alle Beherbergungsbetriebe in Hessen lag die Bettenauslastung bei 37,7 Prozent, ein Gast blieb im Schnitt 2,2 Tage.

Monteure kommen für Wochen und Monate. Weniger Wechsel heißt weniger Lücken und weniger Leerstand. Deshalb sind in diesem Geschäft Auslastungen möglich, die im Hotel kaum vorkommen. Die 85 Prozent sind in der Folge als Anspruch an die Wohnung genannt.

  • Schnell reagieren: Anfragen zügig beantworten.
  • Sauber übergeben: saubere Wohnungen und verlässliche Abläufe.
  • Verlängerungen: Ein Kunde, der verlängert, kostet keine neue Anfrage, kein Inserat und keine Endreinigung zwischendurch.

Ein normaler Mieter würde für die Wohnung 850 € kalt zahlen. Als Monteurwohnung kommt rund das Dreifache an Umsatz rein. Übrig bleibt davon nur ein Teil, vor Steuern und mit echter Arbeit dahinter. Den Vergleich der beiden Modelle macht Folge 02: Monteurzimmer oder normale Vermietung?.

Keine Rechts- oder Steuerberatung. Alle Zahlen sind ein Beispiel und keine Renditezusage.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Monteurwohnung?

Eine Monteurwohnung lohnt sich, wenn der RevPAR, also Preis pro Bett mal Auslastung, deutlich über den Kosten pro Bett und Nacht liegt. In einem Beispiel mit vier Betten bleiben bei 85 Prozent Auslastung gut 1.100 € im Monat, bei halber Auslastung nur rund 100 €.

Was kostet eine Monteurwohnung im Monat?

Im Beispiel des Monteur-Podcasts, einer angemieteten Vier-Bett-Wohnung im Frankfurter Süden, sind es rund 1.375 € im Monat. Darin stecken 850 € Kaltmiete, 250 € Nebenkosten-Abschlag sowie Strom, Internet, Rundfunkbeitrag, Versicherung, eine Rücklage für Verschleiß und Inserate. Die eigene Arbeitszeit ist nicht enthalten.

Was ist der RevPAR bei Monteurzimmern?

RevPAR ist der Umsatz pro verfügbarem Bett und Nacht. Du rechnest den Nettopreis pro Bett mal die Auslastung. Bei 25,70 € netto und 85 Prozent Auslastung sind das knapp 22 € pro Bett und Nacht.

Welche Auslastung braucht eine Monteurwohnung, um sich zu tragen?

Das hängt von den Fixkosten ab. Im Beispiel mit 1.375 € Fixkosten und 25,70 € netto pro Bett sind die Kosten ab rund 46 Prozent Auslastung gedeckt. Markus Wanning hält den Aufwand erst bei stabil über 75 bis 80 Prozent für lohnend.

Wie berechne ich die Untergrenze pro Bett und Nacht?

Teile die monatlichen Fixkosten durch die Zahl der Betten mal 30 Nächte. Bei 1.375 € und vier Betten sind das rund 11,50 € pro Bett und Nacht, dazu etwa 1 € für Wäsche und Verbrauch je belegtem Bett. Liegt dein RevPAR darunter, zahlst du drauf.

Wo kann ich den Monteur-Podcast hören?

Auf monteur-podcast.de sowie bei Spotify, Apple Podcasts, YouTube, Amazon Music und Deezer.

Begriffe aus der Folge

RevPAR
Revenue per Available Room, hier Umsatz pro verfügbarem Bett und Nacht. Berechnung: Preis pro Bett und Nacht mal Auslastung.
ADR
Average Daily Rate, der durchschnittliche Preis pro verkaufter Nacht. Bei Monteurwohnungen der Preis pro Bett und Nacht, netto gerechnet.
Auslastung
Anteil der Betten, die im Schnitt belegt sind. Bei 85 Prozent Auslastung ist ein Bett an rund 26 von 30 Nächten belegt.
Rent-to-Rent
Der Betreiber mietet eine Wohnung an und vermietet sie weiter, hier an Monteure. Die Einnahmen müssen zuerst die eigene Miete decken.

Quellen und Links

Transkript

Aus dem Skript der Folge. Es gilt das gesprochene Wort.

Ganzes Transkript lesen 1.248 Wörter

Lohnt sich das überhaupt?

Lohnt sich eine Monteurwohnung überhaupt? Oder ist das nur eine schöne Rechnung auf dem Papier?

Genau das schauen wir uns heute an. An einer Wohnung, die wir selbst betreiben: vier Betten, im Frankfurter Süden. Was geht jeden Monat raus, was kommt rein, und was bleibt am Ende übrig?

Die kurze Antwort: Es kann sich richtig lohnen. Oder sie trägt sich gerade so. Und was darüber entscheidet, ist eine einzige Kennzahl.

Das ist Folge drei: Die ehrliche Renditerechnung. Lohnt sich eine Monteurunterkunft wirklich?

Herzlich willkommen beim Monteur-Podcast. Vermietung an Fachkräfte und Monteure. Ich bin euer Host, Markus Wanning.

Die Wohnung im Frankfurter Süden

Also, worum geht's? Eine Wohnung im Frankfurter Süden. Rund 60 Quadratmeter, zwei Zimmer, vier Einzelbetten. Küche, Bad, Waschmaschine, Balkon und ein eigener Stellplatz. Autobahn und S-Bahn sind ein paar Minuten weg. Genau das, was ein Team auf Montage braucht.

Ich nehme diese Wohnung, weil sie typisch ist: eine ganz normale Vier-Bett-Wohnung. Wenn du verstehst, wie die sich rechnet, kannst du jede andere Wohnung genauso einschätzen.

Und: Diese Wohnung gehört uns nicht. Wir haben sie angemietet und vermieten sie weiter. Rent-to-Rent. Was reinkommt, muss erst unsere eigene Miete decken, dann alle anderen Kosten. Und erst dann verdienen wir.

Und ein Mythos vorweg: „Rent-to-Rent geht ohne Eigenkapital.“ Stimmt nicht. Eigenkapital brauchst du für die Ausstattung. Betten, Matratzen, Schränke, Bettwäsche, Handtücher, Geschirr. Wenn wie bei uns schon eine Einbauküche drin ist, spart dir das richtig Geld. Was eine Erstausstattung kostet, machen wir in einer eigenen Folge. Heute geht es um den laufenden Monat.

Was jeden Monat rausgeht

Fangen wir mit dem an, was jeden Monat rausgeht. Egal, ob jemand drin schläft oder nicht. Ein normaler Vermieter hat einen Mieter, der jeden Monat überweist. Wir haben vier Betten, die immer wieder neu verkauft werden wollen. Die Kosten laufen trotzdem.

Gehen wir die Posten durch.

Die Kaltmiete: 850 Euro.

Die Nebenkosten an unseren Vermieter: 250 Euro. Das ist ein Abschlag. Vier Erwachsene verbrauchen mehr als eine normale Familie, mit einer Nachzahlung solltest du also rechnen.

Strom: rund 100 Euro. Den zahlst du als Betreiber selbst. Bei uns ist das eine Schätzung auf Basis üblicher Verbrauchswerte für vier Personen.

Internet und Rundfunkbeitrag: zusammen rund 55 Euro. Ohne stabiles WLAN brauchst du eine Monteurwohnung gar nicht erst anbieten.

Versicherung: rund 25 Euro.

Eine Rücklage für Verschleiß: 60 Euro. Monteure leben in der Wohnung, da geht mal eine Matratze durch oder die Wände müssen gestrichen werden.

Und die Inserate, über die die Buchungen reinkommen: anteilig rund 35 Euro.

Unterm Strich: rund 1.375 Euro. Jeden Monat. Bevor ein einziger Monteur eingecheckt hat. Deine eigene Arbeitszeit ist da noch nicht drin.

Was reinkommt: Preis mal Auslastung

Jetzt die andere Seite. Was kommt rein?

Dafür brauchst du genau zwei Zahlen.

Erstens: Für wie viel verkaufst du ein Bett pro Nacht im Schnitt? In der Hotellerie heißt das ADR, der durchschnittliche Preis pro verkaufter Nacht. Unser Listenpreis für diese Wohnung liegt bei 25,70 Euro netto pro Bett. Netto ist wichtig: Wenn du gewerblich vermietest, kommen 7 Prozent Umsatzsteuer drauf. Die gehören dem Finanzamt, nicht dir.

Zweitens: die Auslastung. Wie viel Prozent deiner Betten sind im Schnitt belegt? Unser Anspruch an diese Wohnung sind 85 Prozent.

Multiplizierst du beides, bekommst du die Kennzahl, auf die es ankommt: den RevPAR. Das ist der Umsatz pro verfügbarem Bett und Nacht. 25,70 Euro mal 85 Prozent sind knapp 22 Euro. So viel bringt jedes Bett im Schnitt jede Nacht, egal, ob es in dieser Nacht belegt war oder nicht.

Deshalb kannst du Preis und Auslastung nie getrennt betrachten. Ein Bett für 30 Euro, das nur die Hälfte der Zeit belegt ist, bringt 15 Euro RevPAR. Dasselbe Bett für 25 Euro bei 80 Prozent bringt 20 Euro. Der niedrigere Preis gewinnt, wenn er die Betten voll macht.

Lohnt sich das? Zwei Fälle

Jetzt die eigentliche Frage dieser Folge: Lohnt sich das?

Dafür stellst du den RevPAR dem gegenüber, was dich ein Bett pro Nacht kostet. Knapp 1.400 Euro Fixkosten im Monat, geteilt durch vier Betten und 30 Nächte. Das sind rund 11,50 Euro pro Bett und Nacht. Dazu etwa ein Euro für Wäsche und Verbrauch, wenn das Bett belegt ist.

Damit ist die Rechnung ganz einfach: Liegt dein RevPAR unter knapp 12 Euro, zahlst du drauf. Alles darüber bleibt bei dir.

Zwei Fälle.

Die Wohnung ist im Schnitt halb voll. 25,70 Euro mal 50 Prozent sind knapp 13 Euro RevPAR. Nach allen Kosten bleiben rund 100 Euro im Monat. Für eine ganze Wohnung.

Die Wohnung ist zu 85 Prozent belegt. Dann liegt der RevPAR bei knapp 22 Euro. Jedes Bett spielt pro Nacht knapp 10 Euro mehr ein, als es kostet. Das sind gut 1.100 Euro im Monat, knapp 14.000 Euro im Jahr.

Dieselbe Wohnung, dieselbe Miete, derselbe Preis. Der einzige Unterschied ist die Auslastung. Jeder Prozentpunkt ist hier rund 30 Euro im Monat wert.

Deshalb ist mein Maßstab nicht, ob die Wohnung gerade so ihre Kosten deckt. Mein Maßstab ist: Komme ich stabil über 75, 80 Prozent? Erst dann lohnt sich der Aufwand. Denn was übrig bleibt, ist vor Steuern und vor deiner eigenen Arbeitszeit.

Für deine eigene Wohnung rechnest du genauso. Fixkosten geteilt durch Betten mal 30: Das ist deine Untergrenze pro Bett und Nacht. Dann Preis mal Auslastung. Liegt das deutlich darüber, lohnt es sich.

Und eins musst du einplanen: Reserve. Wenn in deiner Region eine Großbaustelle endet und die Anfragen ausbleiben, laufen die Kosten weiter. Drei Monate ohne Gast kosten dich bei dieser Wohnung gut 4.000 Euro. Die solltest du in der Hinterhand haben, bevor du die nächste Wohnung anmietest.

Sind 85 Prozent realistisch?

85 Prozent: Ist das überhaupt realistisch? Zum Vergleich: Die Hotels in Hessen waren im letzten Jahr laut Statistischem Landesamt im Schnitt nur zu rund 40 Prozent ihrer Betten belegt. Und ein Gast bleibt dort im Schnitt gut zwei Tage.

Bei uns ist das anders. Monteure kommen für Wochen und Monate, nicht fürs Wochenende. Weniger Wechsel heißt weniger Lücken und weniger Leerstand. Genau deshalb sind in diesem Geschäft Auslastungen möglich, die im Hotel kaum vorkommen.

Aber sie kommen nicht von allein. Hohe Auslastung ist Arbeit: schnell auf Anfragen reagieren, saubere Wohnungen, verlässliche Abläufe. Und der billigste Hebel sind Verlängerungen. Ein Kunde, der verlängert, kostet dich keine neue Anfrage, kein Inserat und keine Endreinigung zwischendurch. Wie du Buchungen und Verlängerungen nach oben bringst, besprechen wir in den Folgen zur Vermarktung.

Und noch ein Vergleich zum Einordnen: Ein normaler Mieter würde für diese Wohnung 850 Euro kalt zahlen. Bei uns kommt rund das Dreifache an Umsatz rein. Übrig bleibt davon aber nur ein Teil, vor Steuern und mit echter Arbeit dahinter. Das ist der Reiz an diesem Modell. Und das ist auch die Falle: Auf dem Papier sieht es einfacher aus, als es ist.

Drei Dinge zum Mitnehmen

Die drei Dinge zum Mitnehmen.

Erstens: Rechne netto und rechne alles. Unsere Vier-Bett-Wohnung kostet knapp 1.400 Euro im Monat, bevor ein Gast da ist. Das sind rund 11,50 Euro pro Bett und Nacht.

Zweitens: Entscheidend ist der RevPAR, also Preis mal Auslastung. Liegt er unter deinen Kosten pro Bett, zahlst du drauf. Bei 85 Prozent bleiben bei dieser Wohnung gut 1.100 Euro im Monat, bei halber Auslastung rund 100.

Drittens: Ein hoher Preis bringt nichts, wenn die Betten leer bleiben. Lange Buchungen und Verlängerungen sind der Hebel.

Also: Lohnt sich eine Monteurwohnung? Ja, wenn dein RevPAR deutlich über deinen Kosten pro Bett liegt. Und das schaffst du nur mit hoher Auslastung.

In der nächsten Folge wird es rechtlich: Gewerbe oder private Vermietung? Was du klären musst, bevor du überhaupt eine Wohnung anmietest.

Wenn dir die Folge geholfen hat: Abonnier den Monteur-Podcast und schick sie jemandem, der gerade über genau so eine Wohnung nachdenkt. Bis zum nächsten Mal.

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