<!-- Quelle: https://monteur-podcast.de/wissen/lohnt-sich-monteurzimmer/ -->
Autor: Markus Wanning (Der Monteur-Podcast) · Stand: 2026-10-18 · Aktualisiert: 2026-10-18 · Nächste Prüfung: 2027-04-18
URL: https://monteur-podcast.de/wissen/lohnt-sich-monteurzimmer/
# Lohnen sich Monteurzimmer? Rendite ehrlich gerechnet

**Kurzantwort:** Ja, ein Monteurzimmer lohnt sich, wenn die Betten dauerhaft zu rund drei Vierteln belegt sind und du Reinigung, Wäsche, Leerstand und deine Zeit einrechnest. Im Rechenbeispiel bleiben bei einer angemieteten Wohnung mit fünf Betten rund 845 € im Monat vor Steuern. Unter etwa 52 % Auslastung schreibst du rote Zahlen.

Stand: 18.10.2026 · Aktualisiert: 18.10.2026 · Rechtsstand: 18.10.2026 · Nächste Prüfung: 18.04.2027 · Lesezeit: 9 Min.

## Das Wichtigste in Kürze

- Wie viel ein Monteurzimmer bringt, entscheiden **Preis pro Bett und Auslastung zusammen**. Ein hoher Nachtpreis mit leeren Betten bringt weniger als ein fairer Preis mit vollen.
- Bei unseren Buchungen im September und Oktober 2026 lag der Preis im Schnitt bei **knapp 26 € netto pro Bett und Nacht**, die Hälfte der Aufenthalte dauerte **zwei Wochen oder länger** (eigene Auswertung KWATERA24).
- Bei **Rent-to-Rent** ist dein Überschuss das, was nach der Miete übrig bleibt. Als **Eigentümer** vergleichst du mit der Kaltmiete, die du bei normaler Vermietung bekämst.
- Reinigung und Wäsche hängen an den **Gästewechseln**, nicht an den Nächten. Lange Aufenthalte sind deshalb oft mehr wert als hohe Preise.
- Plane eine **Reserve für drei leere Monate** ein. Ohne die wird ein schwacher Winter schnell teuer.

## Inhalt

1. [Woran entscheidet sich, ob sich ein Monteurzimmer lohnt?](#woran-sich-entscheidet-ob-es-sich-lohnt)
2. [Was bringt ein Monteurzimmer pro Bett und Nacht?](#was-monteurzimmer-heute-einbringen)
3. [Rechenbeispiel: Wie viel bleibt bei fünf Betten im Monat?](#das-rechenbeispiel-fuenf-betten-ein-monat)
4. [Rent-to-Rent oder Eigentum: Was lohnt sich mehr?](#rent-to-rent-oder-eigentum-zwei-verschiedene-fragen)
5. [Ab welcher Auslastung lohnt sich ein Monteurzimmer?](#was-passiert-wenn-die-auslastung-faellt)
6. [Wie viel Zeit kostet ein Monteurzimmer?](#deine-zeit-ist-ein-kostenblock)
7. [Welche Steuern gehen vom Überschuss ab?](#steuern-was-vom-ueberschuss-abgeht)
8. [Businessplan in fünf Fragen](#businessplan-in-fuenf-fragen)
9. [Häufige Fragen](#haeufige-fragen)

## Woran entscheidet sich, ob sich ein Monteurzimmer lohnt?

Ob sich ein Monteurzimmer lohnt, entscheidet der Umsatz pro Bett und Nacht inklusive der leeren Nächte, abzüglich Wechselkosten und deiner eigenen Zeit.

„Lohnt sich das?“ Die Frage höre ich ständig. Fast immer kommt sie zusammen mit einer Zahl: „Ich nehme 30 Euro pro Bett, vier Betten, mal 30 Tage, das sind 3.600 Euro.“

Diese Rechnung stimmt nie. Drei Dinge fehlen.

**Erstens die Auslastung.** Kein Bett ist 30 Nächte im Monat belegt. Zwischen zwei Teams liegen Wechseltage, manche Firmen buchen nur drei von vier Betten, und nach Projektende steht die Wohnung auch mal eine Woche leer.

**Zweitens die Kosten pro Wechsel.** Jeder neue Gast bedeutet Endreinigung, frische Wäsche, Schlüsselübergabe und eine neue Rechnung. Das kostet Geld, egal ob das Team drei Nächte bleibt oder drei Monate.

**Drittens deine Zeit.** Wer selbst putzt, selbst ans Telefon geht und selbst die Schlüssel bringt, hat am Monatsende einen Überschuss auf dem Papier. Das ist aber ein Stundenlohn, keine Rendite.

Die entscheidende Größe ist deshalb: **Was verdienst du pro Bett und Nacht, wenn du die leeren Nächte mitzählst?** In der Hotellerie heißt das RevPAR, also Preis mal Auslastung. Bei 26 € Preis und 75 % Auslastung sind das 19,50 € pro Bett und Nacht. Mit dieser Zahl rechnest du, nicht mit dem Listenpreis.

## Was bringt ein Monteurzimmer pro Bett und Nacht?

Erfahrungswert von KWATERA24, Stand Oktober 2026: Ein belegtes Bett bringt im Schnitt knapp 26 € netto pro Nacht, in einer Spanne von 15 € bis 55 €. Grundlage sind alle nicht stornierten Buchungen mit Anreise im September und Oktober 2026 über KWATERA24, anonymisiert.

| Kennzahl | Wert | Herkunft |
|---|---|---|
| Durchschnittspreis pro Bett und Nacht (netto, gewichtet nach Bettennächten) | knapp 26 € | eigene Auswertung KWATERA24, Anreisen 09–10/2026 |
| Spanne pro Bett und Nacht (netto) | 15 € bis 55 € | ebenda |
| Typische Aufenthaltsdauer (Median) | knapp 2 Wochen | ebenda |
| Anteil Buchungen ab 7 Nächten | 3 von 4 | ebenda |
| Anteil Buchungen ab 14 Nächten | die Hälfte | ebenda |
| Endreinigung, sofern separat berechnet | 50 € bis 190 € | ebenda |

Unten in der Spanne liegen große Gruppen, die einen ganzen Monat buchen, oben kurze Aufenthalte mit ein oder zwei Betten. Ein Wechsel statt acht macht den günstigeren Preis möglich.

Die Preise schwanken stark nach Region, Ausstattung und Saison. Unsere Objekte liegen vor allem im Rhein-Main-Gebiet und Umland. In deiner Gegend können die Zahlen höher oder niedriger sein. Ruf zwei, drei Anbieter in deiner Nähe an und frag nach dem Preis für ein Vierer-Team über vier Wochen. Das sagt mehr als jeder Inseratspreis.

## Rechenbeispiel: Wie viel bleibt bei fünf Betten im Monat?

Bei fünf Betten, 26 € netto und 75 % Auslastung bleiben im Beispiel 845 € (angemietet) oder 625 € (Eigentum) im Monat vor Steuern. Alle Werte in dieser Tabelle sind **Annahmen** für eine typische Wohnung, keine Durchschnittswerte und keine Renditezusage. Setz deine eigenen Zahlen ein.

**Annahmen:** 3-Zimmer-Wohnung, ca. 70 m², 5 Einzelbetten, Küche, Waschmaschine, zwei Stellplätze. Preis 26 € netto pro Bett und Nacht. Auslastung 75 %, also 112,5 von 150 möglichen Bettennächten im Monat. Zwei Gästewechsel im Monat, Endreinigung durch einen Dienstleister. Alle Beträge netto. Die Wohnung ist umsatzsteuerpflichtig vermietet (warum, steht unten im Steuerteil).

| Posten | Rent-to-Rent | Eigentum | Annahme |
|---|---:|---:|---|
| **Umsatz** (112,5 Bettennächte × 26 €) | **2.925 €** | **2.925 €** | Annahme, nahe am eigenen Durchschnitt |
| Endreinigung (2 Wechsel × 110 €) | −220 € | −220 € | Dienstleisterpreis, Schätzung |
| Zwischenreinigung (alle 14 Tage) | −60 € | −60 € | Schätzung |
| Wäsche und Verbrauch (1,20 € je Bettennacht) | −135 € | −135 € | Schätzung |
| Nebenkosten-Abschlag (Heizung, Wasser, Müll, Grundsteuer) | −260 € | −260 € | Schätzung, objektabhängig |
| Strom | −110 € | −110 € | Schätzung, Monteure verbrauchen mehr als ein Haushalt |
| Internet und Rundfunkbeitrag | −55 € | −55 € | Schätzung |
| Versicherung (anteilig) | −30 € | −30 € | Schätzung |
| Inserate, Software (anteilig) | −60 € | −60 € | Schätzung |
| Steuerberatung (anteilig) | −40 € | −40 € | Schätzung |
| Einrichtung (9.000 € über 5 Jahre) | −150 € | −150 € | kalkulatorische Umlage |
| Rücklage Reparaturen und Ersatz | −60 € | −60 € | Schätzung |
| Kaltmiete an den Eigentümer | −900 € | – | Annahme |
| Darlehenszinsen | – | −650 € | Annahme |
| Gebäude-AfA (2 % von 210.000 €) | – | −350 € | § 7 Abs. 4 EStG, Annahme Gebäudewert |
| Nicht umlagefähiges Hausgeld, Rücklage WEG | – | −120 € | Schätzung |
| **Überschuss vor Steuern und eigener Zeit** | **845 €** | **625 €** | |
| Eigene Zeit (10 Std. × 25 €) | −250 € | −250 € | Annahme, siehe unten |
| **Überschuss nach eigener Zeit** | **595 €** | **375 €** | |
| Überschuss pro Bett und Monat (vor Zeit) | 169 € | 125 € | |

Zwei Dinge fallen auf. Die Kaltmiete ist bei Rent-to-Rent der größte Einzelposten, beim Eigentümer sind es die Zinsen. Und die Reinigung inklusive Wäsche kostet zusammen über 400 € im Monat, obwohl nur zweimal gewechselt wird. Bei wöchentlichem Wechsel wäre allein die Endreinigung doppelt so teuer.

Die Endreinigung kannst du übrigens als Pauschale an die Firma weiterberechnen. Viele unserer Buchungen haben eine, viele nicht. Wir haben sie im Beispiel bewusst nicht als Einnahme angesetzt. Wenn du sie durchsetzt, steigt dein Überschuss um den entsprechenden Betrag.

## Rent-to-Rent oder Eigentum: Was lohnt sich mehr?

Rent-to-Rent bringt im Beispiel 845 € Gewinn mit wenig Kapital, als Eigentümer verdienst du gut 800 € im Monat mehr als mit Dauervermietung. Beide Modelle beantworten unterschiedliche Fragen.

**Bei Rent-to-Rent** mietest du eine Wohnung an und vermietest sie an Monteure weiter. Dein Überschuss ist dein ganzer Gewinn. Du brauchst wenig Kapital, nur Einrichtung, Kaution und eine Reserve. Dafür trägst du die Miete auch in leeren Monaten. Und du brauchst die Erlaubnis des Vermieters, denn ohne Zustimmung darfst du die Wohnung nicht an Dritte überlassen (§ 540 Abs. 1 BGB). Lass dir das schriftlich geben, mit dem ausdrücklichen Zweck „Vermietung an Monteure“.

**Als Eigentümer** fragst du: Bringt die Monteurvermietung mehr als eine normale Dauervermietung? Würdest du dieselbe Wohnung für 900 € kalt dauerhaft vermieten, blieben nach Zinsen, AfA und Hausgeld rechnerisch etwa −220 € im Monat. Mit Monteuren sind es +625 €. Der Unterschied liegt bei gut 800 € im Monat, also ungefähr dem, was der Rent-to-Rent-Betreiber als Gewinn hat. Logisch: Er kassiert genau die Differenz zwischen Kaltmiete und Monteurumsatz.

Zwei Punkte gehören zur Eigentümer-Rechnung dazu:

- **Die AfA ist kein Geldabfluss.** Sie mindert die Steuer, aber dein Konto sieht die 350 € nicht. Umgekehrt zahlst du Tilgung, die in keiner Gewinnrechnung steht. Rechne deshalb immer zweimal: Gewinn und Liquidität.
- **Wertentwicklung und Tilgung** bauen Vermögen auf. Das taucht im Monatsüberschuss nicht auf, gehört aber zur ehrlichen Rendite einer Immobilie. Genauso wie das Risiko, dass Zinsen bei der Anschlussfinanzierung steigen.

Bevor du kaufst oder anmietest: Prüf, ob die Nutzung am Ort zulässig ist. Zweckentfremdungssatzungen, Baurecht und die Teilungserklärung bei Eigentumswohnungen können eine rechnerisch gute Wohnung unbrauchbar machen. Was davon gilt, steht im [Überblick zum Monteurzimmer vermieten](https://monteur-podcast.de/wissen/monteurzimmer-vermieten/).

## Ab welcher Auslastung lohnt sich ein Monteurzimmer?

Im Rent-to-Rent-Beispiel lohnt sich ein Monteurzimmer ab etwa 52 % Auslastung, mit eingerechneter eigener Zeit ab knapp 60 %. Eine Rechnung, die nur bei 75 % aufgeht, ist eine Wette. Deshalb rechne ich jede Wohnung in drei Szenarien. Preis und Fixkosten bleiben gleich, nur Auslastung und damit Wäsche und Verbrauch ändern sich (Werte vor Steuern und vor eigener Zeit):

| Auslastung | belegte Bettennächte | Rent-to-Rent | Eigentum |
|---|---:|---:|---:|
| 60 % (vorsichtig) | 90 | 287 € | 67 € |
| 75 % (realistisch) | 112,5 | 845 € | 625 € |
| 85 % (gut) | 127,5 | 1.217 € | 997 € |

Die Gewinnschwelle von 52 % gilt ohne deine Zeit, mit 25 € pro Stunde für deine Arbeit steigt sie auf knapp 60 %. Jeder Prozentpunkt mehr Auslastung bringt in diesem Beispiel rund 37 € im Monat.

Darum ist Auslastung der wichtigste Hebel. Ein Euro weniger pro Bett kostet dich bei 75 % rund 110 € im Monat. Zehn Prozentpunkte mehr Auslastung bringen dagegen rund 370 €. Ein kleiner Nachlass für drei Monate Belegung zahlt sich fast immer aus.

Was die Auslastung hochhält, ist wenig spektakulär: schnell antworten, Verlängerungen früh klären und Übergaben, bei denen nichts schiefgeht. Neun von zehn Anrufen kommen bei uns tagsüber (eigene Auswertung KWATERA24, Juli bis September 2026). Wer erst abends zurückruft, verliert die Buchung oft an den, der sofort zusagt.

**Die Reserve:** Drei Monate komplett ohne Gast kosten im Rent-to-Rent-Beispiel rund 4.500 € (Miete und laufende Kosten, ohne Reinigung, Wäsche und Einrichtungsumlage). Das passiert selten, aber es passiert, wenn ein Großkunde ein Projekt abbricht. Leg diese Summe zurück, bevor du die zweite Wohnung anmietest.

## Wie viel Zeit kostet ein Monteurzimmer?

Ein Monteurzimmer kostet im Beispiel rund 10 Stunden im Monat bei zwei Gästewechseln, wenn ein Dienstleister reinigt. Dazu gehören: Anfragen beantworten, Angebote schreiben, Check-in organisieren, Rechnungen stellen, einmal kontrollieren, Verbrauchsmaterial kaufen.

Putzt du selbst, sieht es anders aus. Eine Endreinigung mit Wäsche dauert Stunden, nicht Minuten. Dann sparst du zwar die 220 € für den Dienstleister, aber du bezahlst sie mit deinen Abenden.

Die Arbeit wächst mit jedem Wechsel, nicht mit jeder Nacht. Ein Team, das den ganzen Winter bleibt, macht einen Check-in und eine Endreinigung. Wöchentlich wechselnde Gäste machen über drei Monate zwölf. Ganz ohne Arbeit läuft aber auch die Langzeitbuchung nicht. Aus der Vermieterpraxis kennt man, dass Langzeitbelegung mehr abnutzt als kurze Aufenthalte. Viele Betreiber machen die Zwischenreinigung bei langen Aufenthalten deshalb zur Pflicht, alle ein bis zwei Wochen, und nutzen sie gleich als Kontrolle. Das ist ein Erfahrungswert, kein Beleg. Er zeigt aber, warum die Rücklage für Reparaturen nicht null sein darf.

Mehr dazu, was eine Wohnung an Ausstattung braucht und was davon schnell verschleißt, steht in der [Ausstattungs-Checkliste für Monteurzimmer](https://monteur-podcast.de/wissen/monteurzimmer-ausstattung-checkliste/).

## Welche Steuern gehen vom Überschuss ab?

Vom Überschuss eines Monteurzimmers gehen Einkommensteuer nach deinem persönlichen Satz und gegebenenfalls Gewerbesteuer ab, die Umsatzsteuer von 7 % schlägst du auf den Nettopreis auf. Die Rechenbeispiele in diesem Artikel sind vor Einkommensteuer gerechnet. Diese Punkte gelten für fast alle Vermieter:

- **Umsatzsteuer:** Die kurzfristige Beherbergung ist mit 7 % begünstigt (§ 12 Abs. 2 Nr. 11 UStG). Extras wie ein separat berechneter Stellplatz sind davon nicht erfasst. Unser Beispiel macht rund 35.000 € Umsatz im Jahr. Damit liegt es über der Grenze der Kleinunternehmerregelung von 25.000 € im Vorjahr (§ 19 Abs. 1 UStG). Rechne deshalb von Anfang an mit Nettopreisen, auf die du 7 % aufschlägst.
- **Abschreibung:** Gebäude werden linear abgeschrieben, bei Wohngebäuden mit Fertigstellung zwischen 1925 und 2022 mit 2 % pro Jahr, ab 2023 mit 3 %, vor 1925 mit 2,5 % (§ 7 Abs. 4 EStG). Für neue Wohngebäude mit Baubeginn oder Kaufvertrag zwischen Oktober 2023 und September 2029 gibt es unter Bedingungen 5 % degressiv (§ 7 Abs. 5a EStG). Der Grundstücksanteil wird nicht abgeschrieben. Bei gewerblicher Beherbergung im Betriebsvermögen kann ein anderer Satz gelten. Das klärst du mit deiner Steuerberatung.
- **Einrichtung:** Einzelne Möbel und Geräte bis 800 € netto kannst du im Jahr der Anschaffung voll absetzen (§ 6 Abs. 2 EStG, bei Vermietungseinkünften über § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 7 EStG). Teurere Stücke verteilst du nach den AfA-Tabellen des Bundesfinanzministeriums.
- **Vermietung oder Gewerbe:** Ob deine Einkünfte als Vermietung (§ 21 EStG) oder als Gewerbebetrieb (§ 15 EStG) gelten, hängt vom Gesamtbild ab, etwa von hotelähnlichen Leistungen und dem Umfang. Gewerblich kann Gewerbesteuer dazukommen. Wie du das einordnest, steht im Artikel [Gewerbe anmelden für Monteurzimmer](https://monteur-podcast.de/wissen/gewerbe-anmelden-monteurzimmer/) und in [Folge 04 – Gewerbe oder privat?](https://monteur-podcast.de/folgen/04-gewerbe-oder-privat/).

Übrigens: Deine eigene Arbeitszeit kannst du nicht absetzen. Sie steht in der Tabelle nur, damit du weißt, wofür du arbeitest.

## Businessplan in fünf Fragen

Einen Businessplan fürs Monteurzimmer schreibt dir niemand vor. Willst du eine Finanzierung, verlangt die Bank aber Zahlen. Und auch ohne Bank lohnen sich diese fünf Fragen, bevor du Geld ausgibst:

1. **Wer bucht hier?** Nenn drei Firmen, Baustellen oder Industriebetriebe, die in 20 Minuten Fahrzeit liegen. Fällt dir keine ein, ist das ein Warnsignal.
2. **Was ist mein Mindestpreis?** Alle Kosten plus Rücklagen geteilt durch die realistisch belegten Bettennächte. Darunter verhandelst du nicht. Wie du ihn sauber herleitest, zeigt der Artikel [Preis für Monteurzimmer kalkulieren](https://monteur-podcast.de/wissen/preis-monteurzimmer-kalkulieren/).
3. **Trägt es bei 60 %?** Wenn die vorsichtige Variante Verlust macht, brauchst du eine größere Reserve oder ein anderes Objekt.
4. **Was kostet der Start?** Einrichtung, Kaution, Fotos, erste Monate ohne volle Belegung. Firmen zahlen oft erst nach Rechnung, also plane Liquidität für den ersten Monat ein.
5. **Ist die Nutzung erlaubt?** Vermieter, Eigentümergemeinschaft, Bauamt, Zweckentfremdung. Solange das offen ist, kaufst du keine Betten.

Wer alle fünf in ein paar Sätzen beantworten kann, ist besser vorbereitet als die meisten.

> **Dazu im Podcast:** Folge 03 – Die ehrliche Renditerechnung. Eine angemietete Vier-Bett-Wohnung im Frankfurter Süden, Fixkosten, Gewinnschwelle und vier Auslastungsszenarien in acht Minuten. → [Folge 03 anhören](https://monteur-podcast.de/folgen/03-die-ehrliche-renditerechnung/)

## Häufige Fragen

### Wie viel bleibt mit einem Monteurzimmer im Monat übrig?
In unserem Beispiel bleiben bei fünf Betten und 75 % Auslastung rund 845 € vor Steuern, wenn die Wohnung angemietet ist. Das sind etwa 170 € pro Bett. Bei eigener Wohnung mit Finanzierung sind es rund 625 €, dafür baust du Vermögen auf. Deine Zahlen hängen von Miete, Preis und Auslastung ab.

### Mit welcher Auslastung soll ich rechnen?
Plan mit 75 % und prüf, ob die Rechnung auch bei 60 % noch trägt. Volle 30 Nächte erreichst du nie, schon wegen der Wechseltage. Im ersten Halbjahr liegst du meist darunter, bis Stammfirmen da sind.

### Was kostet ein Bett pro Nacht?
Bei unseren Buchungen im September und Oktober 2026 im Schnitt knapp 26 € netto, in einer Spanne von 15 € bis 55 €. Große Gruppen mit langen Aufenthalten zahlen weniger pro Bett, kurze Einzelbuchungen mehr. Regional weichen die Preise deutlich ab.

### Ist Rent-to-Rent bei Monteurzimmern erlaubt?
Nur mit Zustimmung des Vermieters (§ 540 Abs. 1 BGB). Hol sie schriftlich ein, mit dem konkreten Zweck. Dazu kommen örtliche Regeln wie Zweckentfremdungssatzungen. Ohne Erlaubnis riskierst du die Kündigung.

### Lohnt sich ein Monteurzimmer als Nebenverdienst?
Ja, wenn du die Reinigung abgibst und tagsüber jemand erreichbar ist. Disponenten rufen meist während der Arbeitszeit an. Wer erst abends zurückruft, verliert Buchungen.

### Muss ich Umsatzsteuer berechnen?
Ja, sobald du die Grenzen von § 19 UStG reißt: mehr als 25.000 € Umsatz im Vorjahr oder über 100.000 € im aktuellen Jahr. Für die Beherbergung gilt dann meist der ermäßigte Satz von 7 %. Schon eine gut belegte Wohnung mit fünf Betten liegt über der Grenze.

## Fazit

Lohnt sich ein Monteurzimmer? In den meisten Fällen ja, aber nicht automatisch. Es lohnt sich, wenn die Lage zu den Einsatzorten passt, die Betten zu drei Vierteln belegt sind und du die Reinigung nicht selbst machst. Rechne mit allen Kosten, mit 60 % statt 100 % und mit deiner Zeit. Wenn die Zahl dann noch stimmt, stimmt sie wirklich.

Bei Rent-to-Rent ist der Überschuss dein Gewinn, mit wenig Kapital und viel Risiko in leeren Monaten. Als Eigentümer verdienst du gegenüber der Dauervermietung mehr, trägst aber auch mehr Aufwand. Beides kann gut funktionieren, wenn die Auslastung stimmt.

## Quellen

- Einkommensteuergesetz, § 6 Abs. 2 (geringwertige Wirtschaftsgüter): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__6.html
- Einkommensteuergesetz, § 7 Abs. 1, 4 und 5a (Absetzung für Abnutzung): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__7.html
- Einkommensteuergesetz, § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 7 (Werbungskosten, AfA): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__9.html
- Umsatzsteuergesetz, § 12 Abs. 2 Nr. 11 (ermäßigter Steuersatz Beherbergung): https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__12.html
- Umsatzsteuergesetz, § 19 Abs. 1 (Kleinunternehmer): https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 540 (Gebrauchsüberlassung an Dritte): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__540.html
- Bundesministerium der Finanzen: AfA-Tabellen (bundesfinanzministerium.de)
- Eigene Auswertung KWATERA24: Buchungen mit Anreise September und Oktober 2026 (anonymisiert); Anrufstatistik Juli bis September 2026

> Dieser Artikel ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Er gibt den allgemeinen Stand vom 18.10.2026 wieder. Für deinen Einzelfall wende dich an eine Anwältin, einen Anwalt oder deine Steuerberatung.

> **Markus Wanning** ist seit 2020 in der Immobilienbranche, Gründer von KWATERA24 und Host von „Der Monteur-Podcast“. Er vermietet selbst an Monteure und Fachkräfte und spricht im Podcast jede Woche über das Geschäft. → [monteur-podcast.de](https://monteur-podcast.de)
> (Foto: Freisteller-Porträt von Markus)
